Mooci, die Qualitätsinstanz: Beitrag von Dr. Hero Schnitzler Laserbehandlungen bei Couperose, Blutschwämmchen & Co.r. med. Hero Schnitzler

Couperose, Blutschwämmchen, Rosazea, erweiterte Blutgefäße sowie Feuermale und viele Hautveränderungen sind meist nur aus ästhetischen Gründen störend. In der Regel beeinflussen diese den Krankheitswert nicht, allerdings können sie sich negativ auf das Wohlbefinden der Patienten auswirken. Eine speziell auf den Patienten und die vorliegende Hautveränderung abgestimmte Laserbehandlung, kann eine gute, sichere und nahezu schmerzfreie Möglichkeit sein, um das Hautbild wieder zu verbessern. Dr. Hero Schnitzler, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, stellt Dir in diesem Beitrag verschiedene Hautveränderungen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten mit dem Laser vor.

Blutschwämme

Blutschwämme sind gutartige Erweiterungen und Wucherungen von kleinen Hautgefäßen. Diese flächigen Gefäßnetze oder blutroten Hautknötchen heißen medizinisch Hämangiom oder Angiom. Sie entstehen, wenn kleinste Blutgefäße schwammartig wachsen. Am häufigsten entstehen die millimetergroßen, blutroten Knötchen in großer Zahl nach der Lebensmitte am Rumpf. Diese sehr häufige, aber harmlose Variante von Blutschwämmchen sind die senilen Angiome (engl.: Cherry Angioma, bedeutet Kirsch-Angiom). Es sind stecknadelkopfgroße bis erbsengroße hellrote oder rot-violette, runde Kügelchen in oder auf der Haut. Manche Menschen sind geradezu gesprenkelt mit ihnen, andere entdecken im Laufe ihres Lebens nur einzelne. Es handelt sich dabei um völlig harmlose, erweiterte Blutgefäße.

Am besten sprechen Angiome auf eine Lasertherapie mit dem lang gepulsten Neodym:Yag oder KTP Laser an. Hierbei handelt es sich um zwei spezielle Gefäßlaser.

Feuermale

Feuermale auf der Haut sind meist schon bei der Geburt vorhanden. In der Medizin nennt man diese auch Nävus flammeus, da diese scharf abgegrenzten aber diffusen Rötungen flammenartig mit dem Körperwachstum mitwachsen. Auch diese können wirkungsvoll auf schonende Weise mit dem speziellen Gefäßlaser behandelt werden.

Erweiterte Blutgefäße

Einzelne erweiterte Blutgefäße können sich als Spider Naevus darstellen. Dieser besteht aus einem hellrot erscheinenden Zentralgefäß, von dem aus immer dünner werdende, spinnenbeinähnliche hauchdünne Gefäße abgehen und verblassen. Durch Aufdrücken eines Glasspatels kann man den Spider Naevus bis auf einen hellroten pulsierenden Punkt in der Mitte wegdrücken. Spider Naevi treten häufig auf der Brustwand, im Gesicht, auf der Stirn oder im Nacken auf.

Aber auch an den Nasenflügeln können einzelne Gefäße blau rot vergrößert sein. Diese sprechen ebenso wie die Spidernävi sehr gut auf eine Therapie mit dem Laser an.

Couperose

Flächige erweiterte Äderchen, im Bereich der Nase und an den Wangen werden als Couperose bezeichnet. Diese kleinen Blutgefäße sind harmlos, beeinträchtigen aber das Hautbild doch erheblich und vermitteln oft den Eindruck einer flächigen Gesichtsröte.

Diese Behandlung kann mit einer äußerlichen Applikation von antibiotischen Cremes einhergehen oder mit Cremes, welche die Gefäße für eine gewisse Zeit zum Verschwinden bringen. Die Gefäßveränderungen können mit Cremes allerdings nicht wesentlich verbessert werden. Nur durch eine spezielle Lasertherapie, welche ausschließlich von einem Spezialisten durchgeführt werden sollte, kann eine Gefäßveränderung nachhaltig behandelt werden.

Die Laserbehandlung

Bei all diesen Gefäßveränderungen ist die Lasertherapie heute meist die erste Wahl. Diese wird ambulant durchgeführt und ist für Patienten in der Regel relativ schmerzarm. Eine Betäubung ist nicht nötig. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass der richtige Laser zum Einsatz kommt. Die zu behandelnden Gefäße unterscheiden sich je nach Diagnose erheblich und somit müssen auch verschiedene Laser herangezogen werden.

Durch den Laser wird Blut in dem zu behandelnden Gefäß aktiviert, wodurch sich das Gefäß verschließt und vom Körper abgebaut wird. Eine einzelne Sitzung dauert circa 30 Minuten und es können je nach Ausprägung mehrere Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen nötig sein. Nach der Laserbehandlung kann es zu einer leichten Rötung kommen, die jedoch innerhalb weniger Stunden bis Tage vollständig wieder abklingt. Selten kann es auch zu leichten Schwellungen im Behandlungsbereich kommen. Die Hautoberfläche bleibt jedoch intakt, weshalb bei einer durch einen Laserspezialisten durchgeführte Lasertherapie nicht mit Narbenbildungen zu rechnen ist. Die behandelte Haut sollte nach der Behandlung für mindestens vier bis sechs Wochen vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, damit es nicht zu einer Pigmentstörung im Behandlungsareal kommt.

Eine verringerte Gesichtsröte, das Verschwinden der störenden Gefäße und ein insgesamt harmonischeres, teils jüngeres Hautbild sind die Ergebnisse einer erfolgreichen Behandlung. Die Patienten fühlen sich nicht länger in ihrer optischen Erscheinung gestört.

Dr. med. Hero Schnitzler - Expertentipp

Dr. med. Hero Schnitzler

Dr. Hero Schnitzler ist Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Zürich Enge. Dort gründete er das „derma competence center“ und ist seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Gebiet der Lasermedizin und in der Ausbildung von Ärzten in diesem Bereich tätig. Zudem ist er auch auf nicht-invasive ästhetische Therapien spezialisiert.