Besenreiser zu entfernen, ist ein häufiger Wunsch in der Hautarztpraxis.

Die kleinen Äderchen sind unter der Haut deutlich sichtbar und trüben den Gesamteindruck von schönen Beinen.
Besenreiser sind feine, durch die Haut sichtbare Venen, die hauptsächlich bei Frauen, aber auch bei vielen Männern an den Beinen auftreten. Gehäuft an Unterschenkeln aber auch den Oberschenkeln sind sie zu finden. Sie sind kleinste Hautvenen, welche durch eine übermäßige Blutfülle an der Haut rötlich oder bläulich sichtbar werden.
Sie können entstehen, wenn die Klappen in den kleinen Venen, die den Bluttransport zurück zum Herzen unterstützen, nicht mehr richtig funktionieren.

Dann staut sich das Blut in den vorhandenen Hautvenen, die sich daraufhin ausdehnen und als Besenreiser unter der Hautoberfläche sichtbar werden. Die Ursache hierfür können eine erblich bedingte Venenschwäche, viel stehende oder sitzende Tätigkeiten oder auch ein schwacher Blutkreislauf aufgrund von Bewegungsmangel sein.

Es handelt sich bei Besenreisern keineswegs um „geplatzte Adern“, wie gelegentlich vermutet wird und bei sehr starker Ausprägung der Besenreiser sollten die tiefen Venen untersucht werden um hier einen Rückstau des Blutes zum Herzen auszuschließen.

Sind solche Erweiterungen (Krampfadern) ausgeschlossen gibt es verschiedene Methoden Besenreiser erfolgreich zu behandeln.

Die häufigste Therapie ist seit vielen Jahren erfolgreiche und etabliere die Verödung mit flüssigem oder schaumförmigem Verödungsmittel. Bei der Verödung werden die Besenreiser mit einer sehr feinen Kanüle punktiert und das Verödungsmittel (Präparat ist „Aethoxysklerol“, eine alkoholische, stark verdünnte Lösung) entweder flüssig in dieselbe injiziert, oder in Form eines „Mikroschaums“, der durch das Vermengen mit Raumluft oder z.B. Stickstoff oder/und Sauerstoff hergestellt wird.

Das Präparat wirkt auf die innere Gefäßinnenwand es entsteht eine Reaktion an derselben so dass es zu einem Verschluss des Gefäßes kommt, welches anschließend vom Körper abgebaut wird.
Nach der Verödung, auch „Sklerosierung“ oder „Sklerortherapie“ genannt, sollten die Patienten für einige Tage bis Wochen Kompressionsstrümpfe tragen. Hierzu eigenen sich Strümpfe wie auch für lange Flugreisen empfohlen und diese sind ausreichend von der Stärke.
Nach der Sklerotherapie erscheinen die Venchen oft dunkelblau, weil sie geronnenes Blut enthalten.
Besenreiser können aber auch mit Laser therapiert werden. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Lasern, so sind bestimmte Lasertypen sehr gut und andere komplett ungeeignet für eine Behandlung von Besenreisern. Dabei ist die Farbe des zu behandelnden Gefäßes auschlaggebend. Denn die Farbe bestimmt die Wellenlänge des Lasers mit dem das Gefäß behandelt werden sollte. Es sind aber nur Laser geeignet, deren ausgesandte Lichtenergie vom Blutfarbstoff „Hämoglobin“ absorbiert wird, dort dann in Wärme umgewandelt wird und es somit zu einer Erhitzung des Gefäßes kommt. Diese Erhitzung führ wie bei der Sklerosierung zu einer Reaktion an der Gefäßwand und das Gefäß verschließt sich.

Die Lasertherapie ist aber auch wie die Sklerosierung nicht schmerzfrei, es kommt zu brennenden bzw. stechenden Missempfindungen direkt bei der Therapie. Diese werden aber sehr gut toleriert. Im Anschluss treten keine Schmerzen mehr auf.
Selten kommt es nach einer Therapie der Besenereiser zur Bildung von braunen Flecken auf der Haut. Diese bauen sich wieder ab, es kann allerdings unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Unterstützend kann man auch eine Laser Therapie anwenden um das Verschwinden dieser Flecken zu beschleunigen.

Bei beiden Verfahren sind aber im Anschluss Sonne und UV Strahlenden zu meiden.

Weitere Verfahren welche angeboten werden sollten nicht zur Therapie von Besenreiser in Betracht gezogen werden. Sie stellen ein erhebliches Risiko da, Nebenwirkungen zu bekommen, die in Narben enden können.